Bericht

Aus der Sicht des Schiedsrichters

betrachtet, war das 2. Prenzlberg-Open ein unkompliziertes Turnier. Die 74 Teilnehmer erwiesen sich zu fast 100% als faire Sportsleute. Noch etwas ungewohnt war neben dem Einsatz von elektronischen Uhren die damit verbundene FIDE-Bedenkzeit, genauer der Fischermodus. Natürlich kann eine mechanische Uhr keine Bonusbedenkzeit automatisch hinzurechnen. Die überwiegende Mehrheit der Spieler hat sich aber schnell den doch noch neuen Gegebenheiten angepasst und den positiven Effekt dieser Bedenkzeitregelung verinnerlicht. Trotzdem gab es einige Zeitüberschreitungen in guten/gewonnenen Positionen – zumindest für mich sehr unverständlich. Leider klingelte einmal ein Spielerhandy und einmal versagte eine Uhr – wohl wegen unsachgemäßer Behandlung – ihren Dienst. Das waren denn aber nebst ein paar Kleinigkeiten auch schon alle Probleme aus meiner Sicht.

Die Organisatoren um Chefkoch Hendrik Madeja (Zugzwang) und Turnierleiter Olaf Kreuchauf gaben sich alle Mühe, den Spielern gute Bedingungen zu bieten. Platz an den Brettern war genug vorhanden und die Versorgung klappte hervorragend. Die Teilnehmer dankten es mit spannenden Partien und großem Kampfgeist an den Brettern. Die letzte Partie sprengte fast noch den von uns gesteckten Zeitrahmen, aber es klappte alles bis zum Schluss.

Die Siegerehrung wurde nochmal ein besonderer Höhepunkt. Neben den sieben Hauptpreisen gab es in drei DWZ-Kategorien jeweils drei weitere Geldpreise und zusätzlich noch je einen wertvollen Sachpreis für den besten U18 Teilnehmer und die größte DWZ-Verbesserung. Zu guter Letzt zog Sina Rohrschneider aus Rathenow als Glücksfee noch einen Gewinner aus allen Nichtpreisträgern. Für die vier der männlichen Übermacht trotzenden Frauen im Teilnehmerfeld gab es einen Blumenstrauß mit eingearbeiteten Schachfiguren. Im Anschluss an den offiziellen Teil nahm August Hohn das Zepter in die Hand und stiftete noch zwei weitere Geldpreise – einen vergab er für eine besondere Endspielleistung an den FM Gerhard Lüders und der andere wurde unter allen Anwesenden verlost.

Zum Schluss meines Berichtes seien noch die Preisträger in den Kategorien erwähnt, alle anderen Ergebnisse stehen ja bereits seit längerem auf der Homepage.

DWZ 1900 – 2099 : Milenko Mandic, Peter Müller, August Hohn
DWZ 1700 – 1899 : Christoph Brumme, Peter Hoffmann, Martin Lang
DWZ 1100 – 1699 : Jörg Fuchs, Frank Rehder, Kristine Pews
Bester U18 : Jeffrey Janke
größte DWZ-Verbesserung: Heiner Kowarsch

Die Veranstalter sind schon bei den Planungen für das 3. Prenzlberg – Open, natürlich wieder zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel.