Bericht vom 22. Pfingstopen

Was einst als „Schnapsidee“ mit 18 Teilnehmern als „Alle 18-Turnier“ begann, nämlich ein großes Schachturnier oder vielmehr Schachfest zu formen, ist inzwischen längst Wirklichkeit geworden. Zum 22jährigen Schnapszahljubiläum fanden sich 108 Teilnehmer aus 11 Nationen in der schönen Spielstätte unseres Vereins mitten in der „Prenzlberger-Hochhausoase“ des Mühlenkiezes ein, um unserem gemeinsamen Hobby, der Gemeinschaft an sich und dem schönen Leben zu frönen.

Mit 108 Teilnehmern wurde die Teilnehmerkapazität für das 22.Pfingstopen ausgereizt.

So wurden in drei Tagen vom 02.06. bis zum 04.06.2017 im Quartierspavillon 5 Runden Schach gespielt, nebenher unzählige Steaks, Bratwürste, Backkartoffeln, über 100 Liter „Geheimrezept-Eintopf“ sowie verschiedenste Leckereien vom Kaltbuffet verzehrt. Sowohl die schachlichen als auch die kulinarischen Genüsse konnten dann in angenehmer Atmosphäre auf der Terasse verdaut werden, ergänzt von der ein oder anderen Blitzpartie oder auch einem Nickerchen auf der riesigen Turnermatte, die im Pavillon ausgelegt war.

Traditionell gibt es beim Pfingstopen nicht nur Nahrung fürs Gehirn, da kann ein Verdauungsschläfchen nicht schaden.

Das Wetter war wechselhaft, ja teilweise sogar regnerisch, so dass die Herausforderung an den einzigen „GM“ in diesem Turnier, „Grillmeister“ René Schildt, seines Zeichens auch 2.Vorsitzender des gastgebenden Vereins, ja auch Berichterstatter, dieses Mal eine Latte höher gelegt wurde. Aber sie wurde gemeistert und zwar gemeinsam mit dem 1.Vorsitzenden Hendrik Madeja, der nicht nur unermüdlich für Nachschub auf dem Kaltbuffet sorgte, sondern sich auch um das Wohl und Wehe der Turnierteilnehmer und Gäste über die „Snacks“ hinaus mit vielen persönlichen „Schnacks“ sorgte.

Die Turnierleitung bei einer kritischen Prozedur: Abschmecken des magischen Eintopfs „Kartoffelsuppe“. Der erste Vorsitzende des SC Zugzwang 95 e.V. Hendrik Madeja (re.) und sein Vize René Schildt (li.).

Das Triumvirat komplettiere der Schatzmeister des Vereins und auch des Turniers Lothar Stelzer, so dass die nicht zu unterschätzenden Ausgaben stets im Griff blieben wie auch das Turniergeschehen selbst, denn Lothar assistierte routiniert unserem sehr geschätzten Hauptschiedsrichter Martin Sebastian, der damit das Kernteam des Organisationsteams zum Quartett komplettierte. Ohne Helfer wären aber sicherlich nicht alle Klippen umwunden worden, weshalb ihnen natürlich ein besonderer Dank gebührt: Vielen Dank deshalb an Sandra Szepan und Kerstin Fock, beides stolze Mütter von aufstrebenden Schachadepten unseres Vereins, sowie an Kai Töpfer, der sich schon über viele Jahre bei der Organisation von Zugzwang-Veranstaltungen mehr als verdient gemacht hat.

Trotz teils schlechten Wetters außerhalb der Spielstätte schien innerhalb immer die Sonne. Sandra (li.) und Kerstin (re.).

Natürlich geht auch und vor allem ein großes Dankeschön an die Turnierteilnehmer selbst, die durch ihren Kampfgeist während der Partien und ihr freundschaftliches Miteinander danach dieses Schachfest ja überhaupt erst zu einem Fest machen. Und so konnte beim 22.Pfingstopen sicherlich jeder Turnierteilnehmer einen Gewinn verbuchen und wenn es nur der volle Magen war. Den größten Gewinn kann sein eigen natürlich der Turniersieger Raphael Rehberg (SG Lok Brandenburg) nennen, der mit einem Remis in der Schlussrunde gegen Manuel Pietzsch (SG Leipzig) seinen ersten Platz absicherte. Aber auch bei den weiteren Hauptpreisträgern sowie zahlreichen Gewinnern der Ratingkategorien lächelte mehr als nur der Magen wie die nachfolgenden Beweisfotos von der Siegerehrung zeigen.

von links nach rechts: 1.Platz Raphael Rehberg, 2.Platz IM Steve Berger, 3.Platz Manuel Pietzsch, 4.Platz Barath Madhan, 1.Vorsitzender SC Zugzwang 95 e.V. Hendrik Madeja, Präsident des Berliner Schachverbands Carsten Schmidt

 

Die Gewinner der Ratingkategorien von links nach rechts: 1.Platz U2050 Thomas Heerde, 1.Platz U1800 Guido Springer, 1.Platz U1600 Johannes Matischka, 1. Platz U1400 Chinguun Sundui, 1.Vorsitzender SC Zugzwang 95 e.V. Hendrik Madeja, Präsident des Berliner Schachverbands Carsten Schmidt

Ein tolles Turnier ist damit wieder abgeschlossen. Wir hoffen, dass alle Teilnehmern und Gäste eine angenehme Heimfahrt hatten und sich gern an dieses Pfingstwochenende zurück erinnern. Auf ein Neues im nächsten Jahr und vielleicht sieht man sich ja zuvor schon beim 11. Internationalen Winteropen vom 27.12. bis zum 30.12.2017 im Rathaus Pankow wieder.

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