Schönste Partie Saison 2013-2014

Nachfolgend sind die am Wettbewerb „Schönste Partie der Saison 2013-2014) teilnehmenden Partien zu sehen.

Bitte bewertet die eingereichten Partien per Kommentar mit 1-3 Punkten. Ihr dürft insgesamt drei Partien bewerten, wobei ihr genau einmal 1 Punkt, einmal 2 Punkte und einmal 3 Punkte vergeben könnt. Anonyme Kommentare werden in der Auswertung nicht berücksichtigt.

Die Prämierung findet wie gewohnt zu unserer Weihnachtsfeier im Dezember statt. Preisverteilung: 1. Platz 50 €  2. Platz 30 € 3. Platz 20 €.

Die Auswahl der Partien erfolgt ganz einfach mit dem Auswahlfeld direkt über dem Schachbrett. Viel Spaß beim Nachspielen!

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[Event „30. Berliner Seniorenmeisterschaft“]
[Site „MyTown“]
[Date „2014.02.03“]
[Round „?“]
[White „Kollberg, Lothar“]
[Black „Hiller, Bernd“]
[Result „1-0“]
[ECO „D09“]
[Annotator „Kollberg“]
[PlyCount „67“]
[SourceDate „2010.06.21“]
[TimeControl „40/7200:20/3600:1800“]

1. d4 d5 2. Nf3 Nc6 3. c4 e5 4. dxe5 {So ist auf einem
Umweg Albins Gegengambit aufs Brett gekommen. Eine Alternative war 4.Sxe5 Sxe5
5.dxe5 dxc4 mit minimalem Vorteil für Weiß} d4 5. g3 Bg4 6. Bg2 Qd7 7. O-O
O-O-O 8. Qb3 {Mit Röntgenblick nach b7} h5 {Konsequent. Besser aber war
vielleicht 8. ..Sge7} 9. h3 {Nanu?} Bxh3 10. e6 {Der erste Hammer! Nun
scheitert Dxe6 an Sg5} Bxe6 11. Ne5 Qe8 {Schlecht verteidigt. Mit 11. ..Dd6
konnte Schwarz noch kämpfen. Dann würde folgen 12.Sxc6 bxc6 13.Da4 Dc5 14.Sa3,
und die Drohung b4-b5 bringt den Weißen in Vorteil} 12. Nxc6 bxc6 13. Qa4 Ne7 {
Dass ..Kb7 mit Db5+ beantwortet wird, sieht jeder} 14. Qxa7 Bxc4 15. Rd1 {
Genauer war 15.Lf4, was Td6 erzwingt. Die Stellung ist in beiden Fällen
gewonnen} Bd5 16. Bf4 Rd6 {Traurige Nowendigkeit, sonst ist es matt} 17. Bxd6
cxd6 18. Rxd4 Bxg2 {Kd8 mit der Absicht Sc8 war zäher} 19. Rb4 {Der zweite
Hammer} Kd8 20. Qa5+ {Schade! Den 3. Hammer 20.Tb7! habe ich übersehen} Kd7 21.
Rb7+ Ke6 {Das Wandern ..} 22. Kxg2 h4 {Einen Versuch wert war 22. ..c5, worauf
23.Tb6 folgt} 23. Qg5 h3+ 24. Kh2 f6 25. Qe3+ Kf7 26. Nd2 {Reserven an die
Front} Kg8 {Schwarz kann den Fesselungen nicht entkommen} 27. Qe6+ Kh7 28. Ne4
c5 29. Rg1 {Weiß genießt noch die Fesselstellung und hat keine Lust zu 29.Sxd6
Dc6 30.De4+ mit Damentausch} Qc6 30. Rxe7 Bxe7 31. Qxe7 Kg6 {Nicht mal 20. ..
Te8 geht} 32. Nxd6 Qb6 33. Qf7+ Kh6 34. Nf5+ {Schwarz gab endlich auf wegen
Matt in 4 Zügen. Dann schrieb er 0:1 auf die Formulare. Das unterschrieb ich
natürlich nicht! Er lachte und änderte es in 1:0} 1-0

[Event „30. Berliner Seniorenmeisterschaft“]
[Site „MyTown“]
[Date „2014.02.06“]
[Round „?“]
[White „Shapiro, Yosip“]
[Black „Kollberg, Lothar“]
[Result „0-1“]
[ECO „E94“]
[Annotator „Kollberg“]
[PlyCount „86“]
[SourceDate „2010.06.21“]
[TimeControl „40/7200:20/3600:1800“]

1. Nf3 g6 2. c4 Bg7 3. d4
Nf6 4. Nc3 O-O 5. e4 d6 {Also klassisches Königsindisch} 6. Be2 Nbd7 7. O-O e5
8. d5 {Interessanter ist 8.Te1 nebst Lf1} Nc5 9. Qc2 a5 10. Be3 b6 11. b3 {Auf
11.a3 muss Weiß mit 11. ..a4 rechnen. Am besten wäre aber 11.Sd2} Ng4 12. Bg5
f6 13. Bc1 f5 14. Bg5 Nf6 15. Nd2 h6 16. Bxf6 Bxf6 17. f3 {In Frage kam 17.
Tfe1, damit sich der Lg5 nicht abtauschen kann} Bg5 18. a3 Be3+ 19. Kh1 Bxd2 {
Mit 19. ..Dg5 konnte Schwarz auch auf Bauerngewinn ausgehen} 20. Qxd2 Nxb3 21.
Qxh6 Qf6 {Natürlich will Schwarz kein Dauerschach zulassen} 22. Rab1 Nd4 {
Sieht stark aus, aber nach 23.f4 wäre nicht viel los gewesen. Spannend wäre
die Partie nach 22. ..f4! 23.Txb3 Tf7 verlaufen} 23. Qe3 {? Nun geht abwärts}
f4 24. Qd2 Kg7 25. Qe1 Rh8 26. Rg1 {Auf 26.g3 oder 26.g4 folgt Bauerntausch
nebst Th3. Nun ginge schon Txh2+, wenn es den Lc8 nicht gäbe!} Bd7 27. g4 fxg3
28. Qxg3 {? Nur mit Txg3 war noch Widerstand möglich} Rh3 29. Qf2 Rxh2+ {Auch
29. ..Tah8 oder 29. ..Sxf3 hätte gewonnen. Aber wer läßt sich einen
Knalleffekt wie Txh2+ entgehen?} 30. Qxh2 {30. ..Kxh2 bedeutet matt} Rh8 31.
Qxh8+ Kxh8 32. Rg3 Kg7 33. Rbg1 Qh4+ 34. Kg2 Qf4 35. Kf2 Be8 {Die schwarze
Partie spielt sich von allein, z.B. 36.Td1 Sc2} 36. Nb5 Qd2 37. Nxd4 Qxd4+ 38.
Ke1 Qa1+ 39. Kf2 Qxa3 40. f4 {Sonst läuft der a-Bauer} Qc5+ 41. Kf3 exf4 42.
Kxf4 Qf2+ {Matt oder Turmgewinn} 43. Bf3 Qd2+ {Weiß gab auf, denn die Dame
setzt auf h5 matt.} 0-1

[Event „BMM“]
[Site „Berlin“]
[Date „2014.03.30“]
[Round „9“]
[White „Kussatzz, Kai-Stephan“]
[Black „Schildt, René“]
[Result „0-1“]
[ECO „B01“]
[WhiteElo „2000“]
[BlackElo „2056“]
[Annotator „Schildt“]
[PlyCount „104“]
[EventDate „2014.02.15“]
[SourceDate „2010.06.21“]

{Meine 9. und damit letzte Partie der Berliner Mannschaftsmeisterschaft
2013-2014. Hier sollte sich entscheiden, ob ich mein bisher bestes
Saisonergebnis erzielen würde.} 1. e4 d5 {Ich war auf meinen Gegner überhaupt
nicht vorbereitet, weil kurzfristig mit Peter Hintze und Arno Kirchhof unsere
ersten beiden Bretter ausgefallen waren, so dass ich an Brett 2 vorgerückt war.
Aber damit traf das wohl auch mehr oder weniger auf Gegenseitigkeit, denn mein
Gegner konnte ja kaum mit mir rechnen. Mit Skandinavisch konnte ich da erstmal
nicht viel falsch machen.} 2. exd5 Qxd5 3. Nc3 Qd6 4. d4 Nf6 5. Nf3 a6 6. Bd3
$5 {Dieses System hatte ich bereits intensiv analysiert nachdem GM Krämer und
IM Moreno es in einem Blitzturnier gegen mich angewandt hatten. Außerdem
hatten es auch schon andere starke Berliner Spieler wie FM Robert Glantz gegen
mich verwendet. Ich war also gut damit vertraut und hatte hier meine eigenen
Pfeile im Köcher.} Nc6 $5 {Hauptsächlich hatte ich mich in meinen Analysen mit
dem Abspiel nach Lg4 beschäftigt, aber auch auf Sc6 hatte ich einen Blick
geworfen. Ich bin mir noch nicht sicher, welche der beiden Möglichkeiten die
bessere ist, aber Lg4 scheint zumindest die prinzipiellere.} (6… Bg4 {Der
Nachteil dieses Zuges ist allenfalls, dass Weiß den Läufer mittels h3 und g4
verteiben und dann mit Se5 angreifen kann. Jedoch ist dieses Verfahren ist vor
allem im Da5-Skandinavier gut, weil die Dame dort in ihrer Manövrierfreiheit
durch die Kontrolle über die Felder h5 und f5 stark eingeschränkt wird. Im
Dd6-Skandinavier erreicht Weiß mit h3 nebst g4 dagegen eher nichts bedeutendes.
} 7. Ne4 $6 {Dieser Springerabtausch ist eigentlich immer die Hauptidee hinter
Ld3, aber vor der Rochade ist er vermutlich ungenau wegen der starken Riposte
f5.} Nxe4 8. Bxe4 f5 $1 {Und hier kann Weiß sich auf b7 nicht bedienen wegen
Db4+. Das ist der Grund, warum Weiß besser erst rochieren sollte bevor er Se4
spielt.} 9. Bd3 g6 10. O-O (10. h3 Bh5 11. O-O Nc6 12. c3 O-O-O $13) 10… Nc6
11. Be2 Bxf3 12. Bxf3 O-O-O 13. c3 e5 14. Bg5 Rd7 $13 {So begann meine Partie
gegen Georg Kachibadze beim Winteropen 2013.}) 7. O-O g6 $5 {Dieser Zug
bereitet nicht Lg7, sondern Lf5 vor.} 8. Ne4 Nxe4 9. Bxe4 Bf5 $1 10. Bxf5 gxf5
11. Qd3 e6 12. Bg5 Be7 {Durchaus interessant ist hier auch Lg7 nebst f6. Die
dabei zu beantwortende Frage ist, wem die Vermeidung des Abtauschs mehr nützt.}
(12… Bg7 13. c3 f6 14. Bd2 O-O-O 15. b4 Qd5 16. Qb1 Rhg8 $13) 13. Bxe7 Qxe7
14. c3 Qf6 {Man kann auch sofort lang rochieren. Df6 ist im Prinzip ein
unschädlicher Wartezug. Die Dame steht auf f6 vorerst auf jeden Fall besser
als auf e7, denn von hier kann sie z.B. nach g6 oder h6 schwenken.} 15. Rfe1
O-O-O 16. Qe3 $2 {Das verliert wertvolle Zeit, die Weiß besser in seinen
Angriff mittels b4 investieren sollte. Außerdem steht die Dame auf e3
ungünstig, da f4 nun mit Tempo erfolgen kann.} (16. b4 Ne7 $5 (16… Rhg8 $1 {
Den Angriff mit Gegenangriff zu beantworten ist wohl am besten.} 17. g3 (17. b5
axb5 18. Qxb5 Rd5 $1 19. Qa4 Ra5 20. Qb3 f4 21. Rab1 b6 22. Qc2 Qg6 $13) 17…
Ne7)) 16… Rhg8 17. b4 Rg4 {Se7 wäre wohl etwas genauer gewesen.} 18. a4 Rdg8
19. g3 f4 20. Qd3 fxg3 21. fxg3 $1 {Das Nehmen mit dem f-Bauern ist hier viel
besser als mit dem h-Bauern, weil Weiß dadurch die f-Linie für eigene
Aktivitäten nutzen kann und auch die Reichweite der Türme auf der 2.Reihe
vergrößert wird.} (21. hxg3 Rf4 $1 22. Kg2 h5 23. b5 h4 $1 24. Re3 $13 (24.
bxc6 $4 Rxf3 $1 $19)) 21… Ne7 $1 {Geht dem Anrempler b5 präventiv aus dem
Weg, um damit das Vorbeiziehen mittels a5 zu ermöglichen. In der Partie dachte
ich aber nach Ausführung des Zuges, dass ich mit Df4 womöglich einen K.O.
-Schlag verpasst habe. Doch die Analyse konnte diese Vermutung bei weitem
nicht bestätigen, obwohl Df4 sehr wohl interessant ist.} (21… Qf4 $5 22. Kf2
$1) 22. Ne5 R4g7 {Ich hatte auch über Tg5 nachgedacht, aber letztlich konnte
ich mich dazu nicht entschließen, weil es mir nicht gelang herauszurechnen, ob
ich genügend Kompensation für das damit verbundene Bauernopfer auf h7 bekomme.}
(22… R4g5 23. b5 a5 24. Qxh7 R5g7 25. Qh3 Nf5 26. Rf1 Qg5 27. Rf3 Qd2 28.
Raf1 Nxd4 29. Rd3 Ne2+ 30. Kh1 Qg5 $13) 23. Rf1 Nf5 24. Rf3 Qe7 {Ich wollte f6
vorbereiten. Nach d8 wollte ich die Dame dazu nicht ziehen, weil sie von dort
nicht nach e6 gelangen kann, was wegen des potentiellen Qualitätsopfers auf f5
aber sehr wichtig ist.} (24… Qd8 25. Rxf5 exf5 26. Qxf5+ Kb8 27. Nd7+ Ka7 28.
Nf6 $14) 25. b5 a5 26. Raf1 h5 $1 27. Rxf5 $5 {Kam nicht unerwartet.} exf5 28.
Qxf5+ Qe6 {So war es geplant. Der Wegzug des Königs war zwar durchaus auch
möglich, erschien mir jedoch sehr riskant.} (28… Kb8 29. Nd7+ (29. Rb1 Ka8)
29… Ka7 30. Nf6 Rh8 31. Nd5 Qd6 32. c4) 29. Nxf7 $2 {Vermutlich ist das
Endspiel nach dem Damentausch für Weiß sehr schwierig, weil Schwarz auf a5
über einen potentiellen entfernten Freibauern verfügt, den der Springer nicht
gut aufhalten kann. Das war jedenfalls im restlichen Partieverlauf das
Leitmotiv und sollte auch den Gewinn herbeiführen.} (29. Qxh5 $1 {Danach ist
driftet das Spiel – jedenfalls in der Computeranalyse – bald ins Remis.}) 29…
Qxf5 30. Rxf5 h4 $1 {Dass Tf8 nur eine Scheinfesselung ist, hatte ich gesehen.}
(30… Rf8 $4 31. Nd6+ $18) 31. Nh6 $6 {Kg2 wäre besser gewesen.} Re8 (31…
Rh8 32. Nf7 Re8) 32. Kf2 Rge7 $1 {Das vorübergehende Opfer eines dritten
Bauern verhinderte, dass Weiß einen Freibauern in der g-Linie erhält, der hier
schwerer aufzuhalten ist als der in der h-Linie.} (32… hxg3+ 33. hxg3 Rge7
34. g4 Re2+ 35. Kg3 R8e3+ 36. Rf3 Kd7 37. g5 Rxf3+ 38. Kxf3 Re1 39. g6 Rg1 40.
Ng4 Ke7 41. Kf4 Rc1 42. Ke5 Rxc3 43. Nh6 Kf8 44. Kf6 Rf3+ 45. Nf5 Rf1 46. g7+
Kg8 47. Kg6 Rg1+ 48. Kf6 Rf1 $11) 33. gxh4 (33. g4 $2 Re2+ 34. Kg1 h3 $19)
33… Re2+ 34. Kg3 R8e3+ 35. Rf3 Rxf3+ 36. Kxf3 Rxh2 37. Nf5 Kd7 $1 38. d5 $1 {
Mein Gegner strahlte nach diesem zugegebenermaßen guten Zug merklich
Zuversicht aus. Etwas zuviel sogar, deutete er doch seinem Mannschaftskollegen
an Brett 1 mehr oder weniger an, dass es nun gut für ihn aussehen würde. Aber
wie heißt es so schön, „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.“ und ein guter
Zug dreht nicht unbedingt eine schlechte Stellung.} Ra2 $3 {Der Gewinnzug. Der
Computer sieht das erst nach einer gewissen Rechenzeit, aber das liegt nur
daran, dass er sich halt bis zum entscheidenden Moment vorrechnen muss,
während der Mensch das Motiv sehr schnell erkennt und sich nur noch durch
konkretes Nachrechnen davon überzeugen muss, dass es funktioniert. Der Rest
ist von daher eigentlich selbserklärend.} 39. h5 Rxa4 40. h6 Ra1 41. Kg4 (41.
Kg2 Re1 42. Ng7 Re7 43. Kh3 Rf7 44. h7 Rf8) 41… Re1 $2 {Genauer war der
Zwischenzug Th1, um den Springer vom a-Bauern wegzulocken.} (41… Rh1 42. Nh4
Re1 $19) 42. Ng7 $2 {Gibt das Geschenk gleich wieder zurück. h7 hätte nun
wegen meines Fehlers vom vorherigen Zug noch Remis ergeben.} (42. h7 Re8 43.
Kg5 a4 44. c4 a3 45. Nd4 Kd6 46. Nb3 a2 47. Kf6 $11) 42… Rg1+ (42… a4 $1
43. h7 Rg1+ 44. Kf5 Rh1 45. Kg6 Rxh7 $19) 43. Kh5 a4 44. h7 Rh1+ 45. Kg6 Rxh7 {
Im Grunde genommen die erste Pointe von 38. … Ta2. Die zweite ergibt sich
dann von selbst.} 46. Kxh7 a3 47. Ne6 a2 48. Nc5+ Kd6 49. Nb3 Kxd5 50. Kg6 Kc4
51. b6 {Hmm pure Verzweiflung? Ich meine, ich war überhaupt nicht in Zeitnot
und die Chance, dass ich diesen Bauern nicht schlagen würde zumindest sehr
nahe Null.} (51. Na1 Kxc3 52. Kf6 Kb2 53. Ke7 Kxa1 54. Kd7 Kb2 55. Kxc7 a1=Q
56. Kxb7 Kb3 $19) 51… cxb6 52. Na1 Kxc3 {Eine schöne Skandinavisch-Partie
mit einem interessanten Endspiel ging damit zu Ende. Dieser Sieg bescherte mir
damit auch mein bisher bestes BMM-Saison-Ergebnis in der Stadtliga mit 7/9
ohne Niederlage. :-)} 0-1

[Event „Clubmeisterschaft SC Kreuzberg“]
[Site „?“]
[Date „2013.11.07“]
[Round „5“]
[White „Schildt, René“]
[Black „Schmidt, Jürgen“]
[Result „1-0“]
[ECO „C73“]
[WhiteElo „2056“]
[BlackElo „2015“]
[Annotator „Schildt“]
[PlyCount „99“]
[SourceDate „2010.06.21“]

{Meine beste Partie von der Clubmeisterschaft des SC Kreuzberg des Jahres 2013.
Vor allem das Doppelturmendspiel, das nur deshalb für Weiß mit kleinem Vorteil
beginnt, weil Weiß zuerst am Zug ist, gefällt doch sehr gut. Auf dem Weg dahin
gab es keine größeren Fehler und so kann man sagen, dass es Weiß gelungen ist
seinen Eröffnungsvorteil bis ins Endspiel zu transportieren. Schade ist
lediglich, dass ich in dem Endspiel im 39. Zug mit b7 einen studienartigen
Gewinnmechanismus nicht gefunden habe.} 1. e4 e5 2. Nf3 Nc6 3. Bb5 a6 4. Ba4 d6
5. Bxc6+ {Mir war klar, dass dieser Zug sehr trocken ist und Weiß keinen
besonderen Vorteil gibt. Aber immerhin gibt die Auflockerung der schwarzen
Bauernstruktur Weiß ein Ziel auf das er spielen kann und außerdem werden mit
diesem Abtausch viele hochtheoretische und teils auch sehr scharfe Abspiele
wie die Siesta-Variante umgangen.} (5. O-O Bd7 6. c3) (5. c3 f5 $5 {Die
scharfe Siesta-Variante wollte ich nicht auf dem Brett haben. Gerade erst
hatte beim Lichtenrader Herbst der Berliner Lokalmathador GM Robert Rabiega
gegen FM Boris Gruzmann mit den weißen Steinen in dieser Variante verloren und
zwar nachdem ihm dies im Vorjahr gegen den gleichen Gegner in der gleichen
Variante auch schon passiert ist.} 6. exf5 Bxf5 7. O-O Bd3 $13) 5… bxc6 6. d4
{Der Hauptzug ist hier f6, aber das wusste ich nicht einmal und so hätte mich
mein Gegner damit sicherlich überraschen können.} exd4 7. Nxd4 {Kasparov nahm
im Weltmeisterschaftskampf 1993 gegen Nigel Short mit der Dame wieder.} (7.
Qxd4 c5 8. Qd3 g6 9. Nc3 Bg7 10. Bg5 f6 11. Bf4) 7… c5 8. Nf3 (8. Nc6 $5 Qd7
9. Na5 Qa4 10. Qd5 Rb8 11. Qc6+ Bd7 12. Qxa4 Bxa4 13. b3 Bd7 14. Bb2 Nf6 15.
Nc3 Be7 16. f4 O-O 17. O-O-O c6 18. e5 $14) 8… Bg4 {Spätestens damit
verließen wie die theoretischen Pfade.} 9. O-O Nf6 10. Nc3 Be7 11. Qd3 O-O 12.
h3 Bxf3 13. Qxf3 Nd7 14. Bf4 Bf6 15. Rae1 {Auch Tad1 kam in Betracht, aber ich
träumte hier noch von einem Angriff mittels f4.} (15. Rad1 Re8 16. Rfe1 Rb8 17.
b3 $14) 15… Re8 16. Bc1 Rb8 17. b3 Ne5 18. Qe2 Nc6 19. Nd5 Nd4 20. Qd3 Bh4
21. Bb2 {Der Coumputer gibt c3 als deutlich besser an.} c6 22. Bxd4 cxd5 23.
Bb2 d4 24. c3 $1 {An diesem Zug hatte ich, insbesondere wegen der Antwort Da5,
sehr lange und auch ziemlich tief gerechnet. Zwar entging mir dabei mit 27.
De3 ein recht ansprechender Zug, aber immerhin hatte ich die Partiefortsetzung
bis zum 30. Zug durchaus vorausgesehen und einen zumindest kleinen Vorteil für
Weiß ausgemacht.} Qa5 25. Ra1 Bf6 (25… Qb5 26. Qf3 Bf6 27. cxd4 Bxd4 28. Bxd4
cxd4 29. Rfd1 $14) 26. cxd4 Qb5 27. Qf3 {Auch De3 wäre gut gewesen.} c4 28. Bc3
$1 cxb3 29. axb3 Qc6 (29… Qxb3 30. Rxa6 $14) 30. b4 Qxe4 (30… Rxe4 31. Rxa6
$14) 31. Qxe4 Rxe4 32. Rxa6 Bxd4 33. Bxd4 Rxd4 34. Rb1 $1 {Tja, Schwarz fehlt
ein einziges Tempo um den lästigen weißen Freibauern zu gewinnen. Seine
Grundreihe ist noch schwach und er muss sich erst ein Luftloch schaffen. Doch
danach ist an den b-Bauern kein Herankommen mehr. Der ist vor allem deshalb
äußerst lästig, weil er der entferntere Freibauer gegenüber dem schwarzen
d-Bauern ist. Das macht Übergänge in Bauernendspiele für Schwarz nämlich so
gut wie unmöglich.} h6 35. b5 Rb7 36. b6 Kh7 37. Kf1 Rd2 38. Ra8 $5 Re7 $2 {
Eigentlich ein schlimmer Fehler, aber der Grund ist nicht einfach zu sehen.} (
38… Kg6 $1 39. Ke1 $14) 39. Ra3 $2 {Sehr schade, denn hier gab es mit b7
einen wunderschönen studienartigen Gewinn.} (39. b7 $3 Ree2 40. Rh8+ Kg6 41.
Kg1 Rxf2 42. Kh1 Rxg2 43. Rg1 $1 {Diese entscheidende Fesselung musste man bei
der Berechnung von b7 voraussehen.} Rxg1+ 44. Kxg1 Rd1+ 45. Kf2 Rb1 46. b8=Q
$18) 39… Rb7 $2 {Was nach b7 nicht gegangen wäre, ging nach Ta3 sehr wohl.
Gemeint ist die Verdoppelung auf der 2. Reihe. Danach wäre die Partie sehr
wahrscheinlich Remis geworden.} (39… Ree2 $1 40. Rf3 (40. b7 Rxf2+ 41. Ke1
$11) 40… Rb2 41. Rxb2 Rxb2 42. Rxf7 Rxb6 $11) 40. Rc3 $1 d5 41. Ke1 Rd4 $2 {
Nun kann der weiße König ins Kampfgeschehen eingreifen und Schwarz bekommt
große Probleme. Richtig wäre daher Ta2 gewesen.} 42. Ke2 Ra4 43. Rb2 Kg6 44.
Kd3 Ra8 45. Kd4 Rd8 46. Rc6+ f6 47. Rb5 Rbd7 48. Rc7 Rd6 49. b7 Rb8 50. Rc8 {
Das Anzugstempo scheint in dieser Partie bis zum Schluss den Ausschlag gegeben
zu haben, was auch den Reiz ausmacht, da mir dies eigentlich nur selten
gelingt. Meistens fahre ich doch eher Achterbahn bevor ein klares Resultat auf
dem Partieformular steht.} 1-0

[Event „Eintracht Open Neubrandenburg“]
[Site „?“]
[Date „2014.02.15“]
[Round „?“]
[White „Kopischke, Maik“]
[Black „Ehlers, Michael“]
[Result „1-0“]
[ECO „D00“]
[WhiteElo „1830“]
[BlackElo „1933“]
[Annotator „Schildt“]
[PlyCount „63“]
[SourceDate „2010.06.21“]

{Kommentiert von René S.} 1. d4 Nf6 2. Nf3 g6 3. Nc3 d5 4. Bf4 Bg7 5. e3 O-O 6. Be2 a6 7. Ne5 Nbd7 8. h4
Ne4 9. Nxe4 $5 (9. Nxd5 $6 Nxe5 10. dxe5 c6 11. Nc3 Nxc3 12. Qxd8 Rxd8 13. bxc3
$13) 9… dxe4 10. Nxd7 Bxd7 11. h5 $5 {Sehr direkt, aber sicher im Geiste des
Barry-Angriffs.} c5 $1 12. hxg6 hxg6 13. Bh6 Qa5+ 14. c3 Rfd8 15. Bxg7 Kxg7 16.
Qc2 $2 {Die Dame greift von c2 zwar den Bauern e4 an, steht aber auch etwas
unglücklich in der c-Linie. Der Computer gibt f3 oder f4 als bessere Züge an.}
Bc6 17. Kf1 $1 {Der König soll nach g2 evakuiert werden, wonach die Türme
endlich verbunden sind und Weiß in der h-Linie zum Angriff kommen kann.} Rac8
$6 {Sieht zwar natürlich aus, aber Schwarz unterschätzt damit etwas die weißen
Angriffmöglichkeiten. Besser war es, Weiß mit Th8 nicht nur sofort den Wind
aus den Segeln zu nehmen, sondern sogar selbst eine äußerst starke Initiativel
zu behaupten.} (17… Rh8 $1 18. Rg1 cxd4 19. cxd4 Rac8 $17) 18. g3 cxd4 19.
cxd4 Bd5 20. Qd1 Rc7 21. Kg2 Rdc8 22. Qg1 $1 {Der Gegenangriff beginnt.} Be6
23. Qh2 Qg5 24. Qh7+ Kf6 25. Rh4 $1 {Auf h4 steht der Turm besonders aktiv und
wird noch viel Ärger machen.} Bf5 26. Rf4 $1 e5 $2 (26… Ke6) 27. dxe5+ Kxe5
28. g4 $5 {Die Idee hinter g4 ist weniger der Angriff auf den Läufer als die
Öffnung der Diagonalen h2-b8, was sehr bedrohlich für den schwarzen König ist.
Doch so gut die Idee auch ist, genauer war erst Td1, um dem schwarzen König
die Flucht zum Damenflügel zu versperren. Der Gegner sah die Gefahr allerdings
erst zu spät und nutzte den einen gebotenen Moment zur Flucht nicht aus.} (28.
Rd1 $1 f6 29. Qh2 Ke6 30. Rd4 $18) 28… Be6 $4 {Hat die Idee von g4 nicht
erkannt. Nun ist im Prinzip alles vorbei. Der Rest ist für die Gallerie.} (
28… Kd6 $1 29. a4 $14) 29. Qh2 Kd5 30. Rd1+ Kc5 {Auch Kc6 hätte nicht
geholfen.} (30… Kc6 31. Rxf7 $3 Kb6 32. Qd6+ Rc6 33. Qb4+ Ka7 34. Qxb7#) 31.
Rf5+ $3 {Herrlich! Mit Getöse wird dem schwarze König mitten auf dem Brett zu
Leibe gerückt. Der Turm ist eigentlich tabu, aber wozu das Leiden verlängern…
} gxf5 32. Qd6# {… wenn es doch mit einem schönen Matt sofort beendet werden
kann.} 1-0

[Event „BSenEm 2014“]
[Site „?“]
[Date „2014.02.07“]
[Round „9“]
[White „Rehder, Frank“]
[Black „Petkov / Bau-Union“]
[Result „1-0“]
[ECO „D70“]
[WhiteElo „1857“]
[BlackElo „1722“]
[Annotator „Rehder“]
[PlyCount „59“]
[EventDate „2014.??.??“]
[SourceDate „2010.06.21“]
[TimeControl „240+2“]

{Nach einem + in Runde 8 gegen Manne Wolf (Angst ?) galt es, gegen einen
?hnlich starken Gegner nicht zu verlieren.} 1. d4 Nf6 2. Nf3 g6 3. c4 d5 4. b3
Bg7 5. Bb2 O-O 6. e3 c5 7. cxd5 Nxd5 8. Bc4 Nb6 9. Be2 Nc6 10. O-O Bg4 11. h3
Bf5 12. Na3 Rc8 13. Qd2 cxd4 14. exd4 e5 15. dxe5 Qe7 {? Der Generalabtausch
sah ihm wohl zu remishaft aus, aber nun steht da ein Mehrbauer.} 16. Nc4 Rcd8
17. Qc1 Nd5 18. Rd1 Ndb4 19. Qc3 Nd5 20. Qc1 Ndb4 21. Qc3 {Jetzt hoffte ich
auf „Remisangebot“ durch erneut Sd5…} f6 22. Ba3 {..aber nun wird auf Sieg
gespielt !} Rxd1+ 23. Rxd1 b5 24. Na5 {!! Der Kracherzug} Nxa2 {noch das Beste
mit -4.3} 25. Qb2 Ncb4 26. Qxa2 Rc8 27. Qd2 {und gleich wieder auf das
schlimme , der 2. S h?ngt am Kanthaken…} Bf8 28. Bxb5 Rc2 29. Qd4 fxe5 30.
Nxe5 {schade, schon Feierabend !} 1-0

[Event „BMM“]
[Site „?“]
[Date „2014.02.16“]
[Round „7“]
[White „Hohn, August“]
[Black „Schmidt, Jürgen“]
[Result „1-0“]
[ECO „A54“]
[Annotator „Schildt“]
[PlyCount „53“]
[EventDate „2014.??.??“]
[SourceDate „2014.09.20“]

{Kommentare von René S.} 1. c4 e5 2. Nc3 Nf6 3. Nf3 Nc6 {Sc6 ist die Hauptfortsetzung. Möglich ist auch
e4, aber dann muss Schwarz bereit sein, diesen Bauern zu opfern.} (3… e4 4.
Ng5 b5 $5 {Die Alternative ist De7.} (4… Qe7 5. Qc2 Nc6 6. Ngxe4 Nxe4 7. Qxe4
$14) 5. d3 bxc4 (5… exd3 6. cxb5 $16) 6. dxe4 $14 h6 7. Nf3) 4. g3 Be7 $5 {
In Verbindung mit dem folgenden d6 ist das ein recht passiver Aufbau. Die
Hauptüge sind hier eigentlich d5, Lb4 oder eben Lc5.} (4… d5) (4… Bb4) (
4… Bc5 5. Bg2 d6) 5. Bg2 O-O 6. O-O d6 7. d4 $1 {Weiß greift Raum.} exd4 8.
Nxd4 Ne5 9. b3 c6 10. Bb2 Bd7 11. Qc2 Qc8 12. Rfd1 Rd8 13. Ne4 c5 $6 {Dieser
Zug ist schon ein großes Zugeständnis. Die Felder d5 und b5 werden schwach und
der Läufer g2 erhält mehr Wirkungskraft. Notwendig war das noch nicht. g6 oder
Dc7 waren sicherlich weniger verpflichtende Möglichkeiten.} 14. Nb5 {Nutzt
sofort die ihm angebotene Gelegenheit.} Bf5 (14… Bxb5 15. cxb5 Qc7 16. Rac1
$16) 15. Nxf6+ Bxf6 16. e4 Bg4 17. Rxd6 Nf3+ $2 {Damit sollte wohl ein Angriff
auf den weißen Feldern eingeleitet werden. Jedoch hat er dabei nicht mit
Augusts kraftvoller Antwort gerechnet.} 18. Bxf3 Bxf3 19. Rxf6 $1 {Dieses
Qualle-Opfer widerlegt den schwarzen Plan. Es zerstört nicht nur die
Bauernstruktur am Königsflügel, sondern verhindert auch vorerst den
Mattangriff mittels Dh3.} gxf6 20. Qc3 $1 {Die logische Fortsetzung. Der
Doppelangriff auf den Läufer f3 und den Bauern f6 bedeutet, dass es nun dem
schwarzen König an den Kragen geht.} Qg4 (20… Rd2 21. Qxf3 Rxb2 22. Qxf6 Rc2
23. Qg5+ Kh8 24. Qe5+ Kg8 25. Nc7 $18) 21. Qxf6 Kf8 22. Qh8+ Qg8 23. Qe5 b6 24.
Nc7 Rac8 25. Nd5 Rxd5 26. exd5 Qg6 27. Re1 {Und nun hatte der Gegner keine
Lust mehr. 2 Bauern weniger und schlimmer noch ein unwiderstehlicher
Mattangriff sind einfach zuviel.} 1-0

[Event „Jugendturnier SC Eintracht“]
[Site „?“]
[Date „2014.04.26“]
[Round „1“]
[White „Fock, Amina“]
[Black „Schpeniuk, Valentin“]
[Result „0-1“]
[ECO „B40“]
[Annotator „Schildt“]
[PlyCount „80“]
[SourceDate „2014.01.31“]

{Kommentare von René S.} 1. e4 c5 2. Nf3 e6 3. Nc3 a6 4. a4 Qc7 5. Bc4 d6 6. O-O Nf6 7. d3 Nbd7 8. Be3
b6 9. Bg5 $6 {Danach war Le3 ein Tempoverlust.} Be7 10. Re1 Bb7 11. d4 $6 cxd4
12. Qxd4 e5 $1 {Normalerweise muss man es sich zwei Mal überlegen, ob man Weiß
im Sizilianer das Feld d5 überlässt. Doch hier ist der Angriff auf die Dame
einfach mehr wert, denn die ist mir der Deckung des Läufers c4 und des Bauern
e4 gerade ziemlich überfordert. Außerdem hat Schwarz auch selbst noch genügend
Kontrolle über d5 mit seinem Springer auf f6 und dem Läufer auf b7.} 13. Qd3
Nc5 14. Qe2 h6 $2 {Das ist nun aber inkonsequent. Schwarz konnte sich ruhig
auf e4 bedienen, wenngleich das ziemliche Komplikationen nach sich zieht.} (
14… Ncxe4 15. Nxe4 Nxe4 16. Bxe7 Qxe7 17. Rad1 O-O 18. Qd3 b5 19. axb5 axb5
20. Bxb5 f5 $15) 15. Bxf6 $1 {Nun ist Weiß wieder gut im Geschäft.} Bxf6 16. b4
Nd7 17. Nd5 Bxd5 18. Bxd5 Rc8 19. c4 $2 {Der Bauer auf c2 war hier kaum von
Bedeutung, der auf a6 dagegen schon. Hätte Weiß den gefressen, wäre es schon
sehr schwierig für Schwar geworden. Jetzt ist wieder alles ziemlich unklar.} (
19. Qxa6) 19… a5 $1 {Die richtige Gegenmaßnahme. Schwarz kämpft sich das
Feld c5 frei.} 20. bxa5 bxa5 21. Rab1 Nc5 22. Qb2 O-O 23. Qb6 $6 {Verliert
erst einmal einen Bauern.} Nxa4 24. Qxc7 Rxc7 25. Ra1 Nb2 26. Rec1 Rfc8 27. Nd2
$2 {Richtig wäre Tc2 gewesen.} (27. Rc2 $1 Nd3 28. Rxa5 $13) 27… Bg5 $1 {
Legt den Finger auf die Wunde. Die Fesselung des Springers ist sehr unangenehm,
denn es bedeutet den Abtausch dieser Figur, die Weiß dringend noch gebraucht
hätte.} 28. Rc2 Bxd2 29. Rxd2 Nxc4 {Bauer Nr2. Weiß hat keine Kompensation.}
30. Rc2 Rc5 31. Rac1 Nb2 $1 {Wer mehr hat, der soll abtauschen. Der Springer
ist natürlich wegen Grundreihenmatt tabu.} 32. Rxc5 Rxc5 33. Rxc5 dxc5 34. Kf1
c4 $1 35. Ke2 c3 {Der Springer auf b2 und der Bauer auf c3 bilden für den
weißen König eine unüberwindliche Barriere.} 36. Bb3 a4 37. Bc4 Kf8 {Zeitnot.
Aber Schwarz kann sich den Luxus, den Läufer nicht zu schlagen auch erlauben.}
38. Bd3 a3 39. Bc4 Nxc4 40. Kd3 a2 {Vor allem das Endspiel hat mir gefallen.}
0-1

[Event „SV Spandau – Zugzwang Pankow 3“]
[Site „?“]
[Date „2013.11.03“]
[Round „2.6“]
[White „Grimm, Willi“]
[Black „List, Andre“]
[Result „0-1“]
[ECO „D43“]
[WhiteElo „1640“]
[BlackElo „1802“]
[PlyCount „84“]
[Source „SF Deizisau e.V“]
[SourceDate „2005.03.26“]

1. Nf3 Nf6 2. d4 e6 3. c4 d5 4. Nc3 c6 5. a3 {viel zu passiv!} (5. e3) 5…
Nbd7 6. e3 Bd6 7. Bd3 O-O 8. O-O e5 {
Schwarz wird jetzt schon aktiv, Weiss muss auf e4 achten} 9. cxd5 cxd5 10. dxe5
(10. Nb5 Bb8 11. dxe5 Nxe5 12. Nbd4 Ne4) (10. e4 exd4 11. Nxd5 Nxd5 12. exd5
Re8 13. Qc2 Nf6 14. Nxd4 Re5) 10… Nxe5 11. Be2 Be6 {
Schwarz hat vier Figuren im Zentrum, der Bauer d5 braucht aber Unterstuetzung}
12. Qd4 $2 {nicht der beste Zug!} (12. Nb5 Nxf3+ 13. Bxf3 Be5 14. Nd4) (12. Ng5
Rc8) (12. Nd4) 12… Nc6 13. Qd3 a6 14. Rd1 Qc7 15. g3 Rad8 16. Nd4 Bh3 17. Bf3
$6 {Verlustzug, aber die weisse Lage ist schon sehr bedrueckend} (17. Nxc6 bxc6
18. Qxa6 Rfe8 19. Bd2 Ra8 20. Qd3 h5) 17… Ne5 18. Qe2 Nxf3+ 19. Nxf3 Bg4 20.
Kg2 Qc6 {laesst die taktische Kroenung aus, hat aber positionelles Gift} (20…
Qc8 21. Nxd5 Ne4 22. h4 Bh3+ 23. Kh2 Bxg3+ 24. fxg3 Qg4 25. Ne7+ Kh8 26. Rg1
Rfe8) 21. h3 Bh5 22. Rd4 Bc5 23. Rh4 (23. g4 Bg6 24. Ne5 Qe6 25. Nxg6 fxg6)
23… Rfe8 24. b4 Ba7 {wieder die Entscheidung fuer die Position} (24… Bxe3
25. Bxe3 d4) (24… d4 25. bxc5 dxc3) 25. Bb2 {
natuerlich viel zu spaet, Torschlusspanik} 25… d4 26. Rc1 Bxf3+ 27. Qxf3
Qxf3+ 28. Kxf3 dxc3 (28… dxe3 29. Ne4 Nxe4 30. Rxe4 Rxe4 31. Kxe4 exf2 32.
Kf3 f6) 29. Rxc3 Rd7 30. Rc2 Nd5 31. Bd4 Bb8 32. Rg4 g6 33. e4 Nc7 (33… Nxb4)
34. Bb6 Ne6 35. e5 Bxe5 36. Rgc4 Kg7 37. Kg2 Ree7 38. Re2 Rd5 39. Rce4 Bf6 40.
f4 Red7 41. g4 Rd2 42. Kf3 R7d3+ 0-1

[/pgn]

 

 

6 Kommentare zu „Schönste Partie Saison 2013-2014“

  • 3 Punkte August….phantastisch (und ich kann mir vorstellen, wie er die Figuren auf das Brett gedonnert hat)
    2 Punkte Rene` -Schmidt… unser wohl kreativster Spieler,er spielt einfach alles!
    1 Punkt Andre` …Andre´s Partien sind nie dem Zufall geschuldet

  • Sebastian:

    Hier meine Bewertungen:

    3 Punkte für Kussatzz – Schildt
    2 Punkte für Kopischke – Ehlers
    1 Punkt für Kollberg – Hiller

  • Jens:

    3,2,1 für Maik wegen dem wunderschönen Zug Tf5, Frank und August

  • René Schildt:

    3 Punkte für Hohn – Schmidt. Der Gegner machte nur einen positionellen Fehler, den August nicht verzieh. Eine Partie aus einem Guss.

    2 Punkte für Fock – Schpeniuk. Einfach schön zu sehen, wie Valentin inzwischen positionelle (z.B. Bauernhebel a5 für das Feld c5) und taktische Fähigkeiten (Fesselung durch Lf4) in einer Partie miteinander verbindet und verdient die Ernte einfährt.

    1 Punkt für Shapiro – Kollberg. Das war natürlich ein sauberer Königsinder, wobei ich im selben KI-System die Partie Kohler-Nikolov vom diesjährigen Werner-Ott Open noch im Kopf habe, die noch glatter ablief. Aber vermutlich hat Nikolov sich einfach zur Vorbereitung Lothars Partie angeschaut…;-)

  • Meine Bewertung der schönsten Partien 2013/2014:

    3 Punkte

    verdient für mich die Partie Kollberg – Hiller trotz meines Einwandes zum 11. Zug von Schwarz (11. … Dd6 12. Sxc6 bxc6 13. Da4 Dc5 14. b4 Dxb4 15. Dxa7 Dc5). Lothar ist seinem Gegner stets den berühmten Anzug und später auch noch viel mehr voraus!

    Wenn Lothar in seiner Partie gegen Shapiro den Knalleffekt 29. … Txh2 schon zwei Züge früher gespielt hätte, wäre dies mein Favorit gewesen.

    2 Punkte

    vergebe ich für die Partie Kussatzz – Schild. Beim diesem Endspiel Turm gegen Springer mit diversen Bauern muss man sehr weit voraus rechnen können und auch viel früher schon wissen, ob man es denn auf dem Brett haben will. René zeigt hier seine gewohnten Stärken!

    1 Punkt

    bekommt von mir die Partie Fock – Schpeniuk. Valentin zeigte hier schon eine ziemlich reife Endspieltechnik. Es gab schon Schachlehrer, die behaupteten, dass man zuerst das Endspiel verstehen müsse, um Eröffnung und Mittelspiel zu meistern.

    Für alle anderen eingereichten Partien kann ich leider keine Punkten mehr vergeben, obwohl ich auch dort wunderschöne Ideen und heroische Wendungen bewundert habe.

    Spielt weiter so kreativ und erfolgreich Schach, liebe Zugzwängler!

  • Kollberg:

    Ergänzung zu meiner Partie

    In http://www.zugzwang95.de/?p=3851#comments kam ein guter Hinweis zu meinem Partiekommentar. Daraufhin habe ich meine Analyse zum 11. Zug (also zum Fehler De8) verbessert. Siehe dort!

    Lothar Kollberg

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